Unter der Rubrik Autorin sind eine ganze Reihe von Artikeln zu unterschiedlichen Themen zu finden.
Im Blog melde ich mit aktuellen Beiträgen zu Wort – beispielsweise zu geschichtswissenschaftlichen, gesellschaftspolitischen oder kirchenkritischen Fragestellungen.
Auch Rezensionen werden ihren Platz haben.

Politischer Fundamentalismus und spiritueller Missbrauch* – Eine Dokumentation mit Analyse (09.02.2026)
Die weltanschaulichen Fronten verschärfen sich, gerade in der und durch die Religion. Christlicher Fundamentalismus hat in den USA die Wahlen mitentschieden, und in Europa gibt es – auch innerkirchlich – traditionalistische und neo-charismatische Netzwerke. Dabei geht es nicht bloss um politischen (Miss)brauch der Religion. Auch die spirituelle Selbstbestimmung Einzelner wird manipulativ unterhöhlt, und es bestehen besorgniserregende Verbindungen in die rechte Szene.
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Kurzbericht des ersten Treffens des Netzwerks „Sensibilisierung für katholischen Fundamentalismus“ (26.03.2025)
Vor etwa zwei Jahren hat der Gemeindereferent*innen-Bundesverband ein Diskussionspapier zu „innerkatholischem Fundamentalismus“ an Verbände und Gruppen geschickt und auch an Personen, die bereits mit diesem Thema befasst waren. Inzwischen ist ein Kreis von ca. 20 Personen im Austausch dazu. Manche davon vertreten Verbände oder Gruppierungen, wie zum Beispiel #OutInChurch und #fundiwatch. Gestern und vorgestern haben wir uns im Haus Himmelspforten in Würzburg getroffen. In der Einstiegsrunde hatte jede*r ca. 5 Minuten Zeit, sich selbst, sowie Erfahrungen und Anliegen vorzustellen. Auf die Frage, inwiefern wir jeweils mit „christlichem Fundamentalismus“ befasst sind, meinte eine teilnehmende Person mit Augenzwinkern, sie bräuchte als Antwort nur ihre Herkunftsdiözese benennen (Preisfrage: Welche könnte das sein?).

An Anliegen wurde z.B. benannt:
- Besser Bescheid wissen. Voneinander hören, wem welche Personen und Gruppen begegnen.
- In Vernetzung reflektieren, was Sensibilisierung und Abgrenzung bedeuten kann und muss.
- Den Zsh. zwischen spirituellem Missbrauch, Fundamentalismus und Rechtsradikalismus sehen und thematisieren.
- Lernen, wie man mit „Zerstörern“ umgeht.
Daniel Rumel aus Paderborn stellte danach seine Überlegungen zu „Radikalisierung als psychodynamischer Prozess“ vor. In der Analyse stimmten viele zu, geeignete Maßnahmen wurden ergänzend und auch kontrovers diskutiert. Am Abend bildeten sich auf Grundlage des bisher Besprochenen Gruppen, die sich über verschiedene Fragen austauschten. Im nächsten Schritt folgte ein Input von Sonja Strube zum Thema „Politischer Traditionalismus – Neo-Integralistische Netzwerke“. Der Vortrag war so informativ und spannend, dass es schwerfiel, die Diskussion dazu zu beenden. Doch es waren noch Vereinbarungen zur weiteren Vernetzung und zu Handlungsoptionen zu treffen und dies ist auch gelungen.
Mein bzw. unser Anliegen an alle, denen dieses Thema auch Sorgen bereitet: Gebt Bescheid (gerne an mich), was ihr wo beobachtet und erlebt.